Ursachen der COPD
Selbsthilfegruppen - Gemeinschaft
Häufigkeit und Ursachen
Die COPD kann als eine Volkskrankheit bezeichnet werden. Weltweit
wird mit etwa 600 Millionen COPD-Patienten gerechnet.
In Deutschland rechnet man mit ca. 5 bis 8 Millionen Betroffene und in den USA mit ca. 16 Millionen COPD Betroffenen.
Nahezu 15 % der Deutschen über 40
Jahre leiden an der Erkrankung, bei den über 70-Jährigen sind es sogar knapp 30
%
Übrigens ist die COPD unter den
Lungenkrankheiten auch der häufigste Grund für Arbeitsausfälle, nämlich etwa
41.300 Tage pro Jahr pro 100.000 Einwohner in der Europäischen Union.
Hauptursache für die Entstehung einer COPD ist das Zigarettenrauchen. Zwar
können auch Nichtraucher erkranken, aber neun von zehn COPD-Patienten rauchen
oder haben früher geraucht. Wichtig ist dabei vor allem, wie viel und seit wann
der Einzelne raucht: Je länger und je mehr Zigaretten pro Tag geraucht wurden,
desto höher ist das Risiko, an einer COPD zu erkranken.
Die Bedeutung des Nikotinkonsums zeigt sich inzwischen auch bei Frauen. Immer
mehr Frauen greifen zur Zigarette. Während über Jahrzehnte Männer die
COPD-Statistik anführten, erkranken mittlerweile nahezu ebenso viele Frauen wie
Männer. Die Lungen von Frauen scheinen für die Schadstoffe im Zigarettenrauch
empfindlicher zu sein.3
Auch andere, länger andauernde Reizungen der Lunge mit Schadstoffen, wie starke
Belastungen mit Staub (Bergbau) oder gefährliche Gase am Arbeitsplatz, können
die Krankheit begünstigen, allerdings treten sie im Vergleich zum
Zigarettenrauchen deutlich in den Hintergrund. Auch erblich bedingte Einflüsse
können Risikofaktoren und mögliche Auslöser einer COPD darstellen.